Weinkarte (mal anders)

theodor_hosemann_weinstube_1858

Nachdem er mit der “Hallgartener Jungfrau” “Klüsserather Bruderschaft” getrunken hatte, ging er mit ihr über den “Wawerner Ritterpfad”, hob ihr den “Bullayer Brautrock” hoch und beseitigte mit der “Oestricher Hand” das “Wachenheimer Grümpel”, faßte an ihre “Neumagener Engelsgrube” und berauschte sich an ihrer “Liebfrauenmilch”.

Dann legte sie sich mit ihrem “Kröver Nacktarsch” auf eine nieder bemoste “Zeltinger Steinmauer”, welche für ihn ein “Ockfener Bockstein” war und worauf in früheren Jahren die “Brauneberger Juffer” ihren ersten Abstich bekam.

Nun nahm er seinen “Nackenheimer Stiel” heraus und steckte diese “Wiltinger Braune Kupp” mit einem eleganten “Thörnischer Ritsch” in ihre “Zeller Schwarze Katz”, an der ein “Piesporter Goldtröpfchen” hing.

Nach einigen Tagen hatte er einen “Brauneberger Hasenläufer” und bei ihr ist die “Zeltinger Rotlay” ausgeblieben. Sie musste zum “Bernkastler Doktor” gehen und der Junge musste sich einige Wochen mit der “Oestricher Aliment” befassen. Der Vater hatte von der Sache Wind bekommen und trat den Jüngling mit der Kraft eines “Oppenheimer Sackträgers” in sein “Rüdesheimer Hinterhaus”.

Du verdammter “Escherndorfer Lump”, du “Kallstadter Saumagen” – schrie er ihn an – fahr in die “Merler Höll” – und warf  den Jüngling das “Erdener Treppchen” hinunter. Dieser hatte jedoch das Glück in eine “Kiedricher Sandgrube” zu fallen und reinigte sich vom Schmutz im “Hattenheimer Nussbrunnen”.

[Büttenrede aus alten Karnevalszeiten]

2 Kommentare zu “Weinkarte (mal anders)”

  1. vinissimus
    März 20th, 2009 14:52
    1

    Sollte bei Weinseminaren zum Thema “Deutsche Weinlagen” vorgetragen werden, dan bliebe mal was hängen :-)

  2. Wein
    Mai 22nd, 2009 19:41
    2

    Sehr schöner Beitrag! Danke!

Kommentar abgeben: