Wein zum Candle-Light

Kein Aprilscherz, ein Dinner bei Candle-Light im April. Sowas muss man sich ab und zu gönnen, genau wie eine gute Massage – vielleicht eine “Massage des Gaumens”…

Amuse gueule” am Anfang – zu gut deutsch “Maulfreude” oder “freut das Maul” – heute wohl eher “Gruß aus der Küche”. Es war ein Hauch von einer Garnele. Sehr lecker! Es folgte ein Carpaccio von glücklichen Freilandrindern (wovon ich persönlich nicht ganz überzeugt bin) mit marinierten Salatspitzen und handgeschöpftem Ziegenkäse (es war tatsächlich eine Ziege, es schmeckte in keinster Weise nach Ziegenbock) – ein bisschen mehr hätte es schon sein können.

Mein persönlicher Höhepunkt – ein Schaumsüppchen von der Brunnenkresse mit sautierten Lammstreifen – so leid mir das Lamm tat, so gut schmeckte die Suppe. Als Hauptspeise- Gebratenes Filet vom Heilbutt auf einem Tomaten-Zartweizenragout, Safranschaum und grünen Spargelspitzen – nicht mein Fall deswegen stieg ich auf Hühnchen um. Das war wiederum sehr lecker und ich mittlerweile schon voll bis zum Anschlag (nicht vom Wein – vom Essen). Aber ein Desserchen passt doch immer noch rein – Gebrannte Vanillecreme mit Zitronensourbet. Erinnerte mich sehr an Crème brûlée, aber nur zwischen dem verbrannten und dem kalten Teil (kleiner Scherz am Rande). Ne, war schon lecker irgendwie.

Am wichtigsten war aber eigentlich der Wein: ein Château Greysac Médoc 2001. Fifty – Fifty aus Merlot und Cabernet Sauvignon – Trauben. Rubinrot, rauchiger Duft, Preiselbeeren, zartfruchtig, feinherbe Tannine – laut Funden im Inet ein Bordeaux für Einsteiger. Er mundete und war zu diesem Zeipunkt eine “Maulfreude”… wir geben 5 Punkte.

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