Honigwein – das Desaster…

Ich muß zugeben, dass mein erster Versuch mit der Herstellung von Honigwein leider sehr enttäuschend verlaufen ist. Auch wird es keine Weihnachtsgeschenke dieser Art geben. Er schmeckt leicht nach Medizin, hat seine Prozente (da ich Portwein- Kulturen verwendet habe), aber einen sehr (fast unangenehmen) säuerlichen Nachgeschmack. Der “Wein” wirkt wie ein Einschlaftrunk, da schon ein einziges Glas sehr, sehr müde macht. Dabei ist er trübe und verliert diese Trübheit auch nicht durch mehrere Tage Aufbewahrung im Kühlschrank, wie es in einem Rezept empfohlen wurde. Was habe ich falsch gemacht? Oder was kann ich noch tun? Irgendwelche Ideen? Auch der Verfeinerungstipp, Nelken, Anis und Zimt zur weiteren Aromatisierung zu verwenden, hat nicht geholfen. Mehr als 8 Personen, die ihn bislang testen durften (mussten), äußerten sich mehr oder weniger deutlich über den nicht besonders guten “Abgang”! Wenn man bei Honigwein überhaupt davon sprechen kann. Der Referenz- Honigwein von einem Profi-Betrieb, welchen ich am Wochenende als Gegenprobe trank, hatte leider alle Qualitäten, die mir versagt blieben: klar, Waldbodengeruch (wegen des reinen Waldblütenhonigs), fast röstiger Geschmack und überhaupt nicht sauer oder unangenehm schmeckend. Hm, tja. So ist das nunmal. Aber als nächstes versuche ich mich an einem Apfelwein. Hoffe der wird besser. Es ist eben noch kein “Weinmeister” vom Himmel gefallen …

Ein Kommentar zu “Honigwein – das Desaster…”

  1. x_ray
    Dezember 19th, 2006 00:02
    1

    Hmmm, Honigwein dachte ich. Kann ja nach zwei gemeinsamen Flaschen Rioja und zwei gigantischen Rumpsteaks auch nicht mehr wehtun… tat er dann aber doch! Und das nicht nur während des “Genusses”, nein es schüttelte mich noch Stunden später … und Kopfschmerzen, Sehstörungen und der Brechreiz ließen auch erst am nächsten Nachmitag nach. Trotzdem möchte ich diese Erfahrung nicht missen. Denn es geht doch nicht darum, ob das Zeug beim ersten mal gelingt, sondern darum es selbst zu machen und zu lieben was man tut. Do it again!

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