Hefe in Teebeuteln
Warum eigentlich machen wir uns die ganze Arbeit mit dem Apfelwein, wenn es auch einfacher geht? Einfach literweise naturtrüben Apfelsaft vom Discounter gekauft und Cavini hinein und schon kann man nach ein bis zwei Tagen gänzlich ohne mühevolles Umstechen und monatelangem Bangen den Apfelwein verkosten. Den Ausdruck “Hefe in Teebeuteln” las ich bei Chefkoch und fand ihn einfach treffend für diese lustige und innovative Idee. Kann diese Technik eigentlich auch für Großproduktionen eingesetzt werden? Kann man auf diese Art und Weise auch üblichen Weiß- oder Rotwein herstellen?

April 26th, 2007 08:53
Natürlich könnte man mit der Hefe in Alginat-Hüllen auch “herkömmlichen” Wein herstellen. Aber das wäre wohl zu teuer und ist auch gar nicht notwendig, da die Klärung von Wein in größerem Maßstab eine relativ einfache Sache ist.
Entwickelt wurden diese Kügelchen für die Sektherstellung. Dort hat man bei der Flaschengärung (“Champagnermethode”) das Problem, daß man die Hefe nach der Gärung und Reifezeit wieder relativ mühsam aus den Flaschen rausholen muß.
Wenn die Hefe in Kügelchen “verpackt” ist, funktioniert das wesentlich einfacher als auf die herkömmliche Art und Weise.
Grüße
Bernhard