Geduld (Nachtrag)

Es gibt noch zwei weitere Gründe, warum unser Apfelweinansatz nicht ohne Nachhilfe anfangen wollte zu “blubbern”. Wir konnten leider nicht auf eine gramm-genaue Waage zurückgreifen, sodass evtl. ein wenig zuviel des Kaliumpyrosulfits in den Weinansatz gekommen ist. Kaliumpyrosulfit hat die Aufgabe, die Braunfärbung (Oxidation) des Apfelweinansatzes zu unterbinden und die Vermehrung von unerwünschte Essigbakterien zu unterdrücken. Bei einer Überdosierung ist es durchaus möglich, dass die Gärtätigkeit der Hefen gehemmt wird. Bereits tote Flüssigreinzuchthefen des Typs Sherry können ebenfalls dafür verantwortlich sein, dass wir den letzten Ansatz “impfen” mußten. Der Fruchtweinkeller beschreibt sehr anschaulich, was uns da unter dem Begriff “Reinzuchthefen” alles verkauft wird. Auch wird dort sehr genau der Vorzug erklärt, den Trockenhefe gegenüber Flüssighefe hat. Beim nächsten Weinansatz werden wir auf jeden Fall eine Starterkultur ansetzen.

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