Erster Weinabend bei den Rehländers
Gestern fand der erste Weinabend mit zehn Teilnehmern im Weinladen der Rehländers statt. Es wurden fünf deutsche Rotweine verschiedener Weingüter zur Verkostung dargereicht. Dazu gab es Weißbrot, kleine Beilagen wie Käse und Salami. Jedes der fünf Weingüter wurde vom Referenten vorgestellt und auch die Hintergründe mit viel Detailkenntnis vermittelt. Der erste Kandidat, ein Trollinger Rotwein vom Weingut Golter, hatte eine hellrote Farbe, moussierte auf der Zunge und schmeckte leicht nach Erdbeer. Vom Weingut Schales (Rheinhessen) kam der zweite Wein (St. Laurent Rotwein), fruchtiger als der erste und mit einem Pflaumenaroma wie mir schien. Der dritte Wein, ein Spätburgunder des Weingutes Schönhals in Rheinhessen, wurde nach ökologischen Aspekten angebaut. Mich konnte er im Geschmack nicht überzeugen, ich notierte nur “unauffällig”, obwohl er doch eigentlich ein wenig nach Johannisbeeren schmecken sollte. Leider war es im Weinladen die ganze Zeit über recht kalt und ebenso die Weine. Die Zeit zwischen den Proben reichte nicht aus, um den Wein mit den Händen zu erwärmen. Die gleichen Weine an einem Sommertag und die Eindrücke wären vermutlich völlig andere. Der vierte Wein war für mich der Höhepunkt des Abends: Ein Spätburgunder Rotwein mit Barrique-Lagerung vom Weingut Abel aus dem Rheingau. Nicht zu kräfiges Holz, wunderbare Farbe und Aromen. Leider so gut wie ausverkauft und nicht mehr zu beziehen. Den Abschluß bildete ein Regent Rotwein des Weingutes Born (Saale Unstrut) mit sehr dunkler Farbe und kräftigen Noten. Die Rebsorte Regent ist eine Neuzüchtung, bzw. Kreuzung aus den Rebsorten Diana (Silvaner & Müller-Thurgau) und Chambourcin und gilt als pilzwiderstandsfähig. Mein Fall war es nicht. Ich hatte mich schon für den barriquen Spätburgunder entschieden. Alles in allem ein sehr gelungener Abend mit vielen Informationen und einem süffigen Querschnitt durch die unterschiedlichsten deutschen Rotweine. Weiter machen!
