Archiv für die Kategorie 'Weinlyrik'

Wein, der das Herz erfreut…

Donnerstag, 25. Februar 2010

Wir kaufen alten und neuen Wein, Wein, der das Herz erfreut!
Teil ist uns die Welt mit allem, was drin, für einen einzigen Deut.
Wohin nach dem Tode du gehen wirst, wer kündete dir es je?
Bring Wein mir zu trinken, Wein, und dann wohin du gehen willst geh!

Ich habe des Daseins Höhen und Tiefen, soviel es der Geist vermag, durchdrungen
Und alles, was irgend das Denken ermißt;
Doch nennt mich Tropf, wofern nicht von allem, wozu der Mensch sich emporgeschwungen,
Das Beste, Höchste der Weinrausch ist!

Wenn tot ich bin, so sollt ihr den leib mit Saft der Traube mir waschen;
Anstatt zu beten, preiset den Wein und klirrt mit Gläsern und Flaschen,
Und wenn ihr am jüngsten Tage dereinst mich suchen wollt, ich denke:
Am sichersten findet ihr mein Gebein im Staub am Tore der Schenke.

[ Aus den "Strophen des Omar Khayyām"]

Alter Spruch zum Wein als Steinanhänger

Sonntag, 29. November 2009

WeinsprücheDas Weihnachtsfest gebiert ja eine Unmenge an kitschigen Dingen, die nun wieder kurz vor dem ersten Advent von staubigen Dachböden geholt werden und für die rechte Stimmung in der Vorweihnachtszeit sorgen sollen. Der von mir fotografierte Steinanhänger ist jedoch meiner Meinung nach recht neu in die Weihnachtsdeko-Ecke der Kaufhäuser aufgenommen worden. Er wird als “Orginelle handbemalte Geschenkidee” angepriesen, obwohl dieser Spruch durchaus auch schon einen langen Bart hat. Paßt dann ja wieder irgendwie.

Oktoberlied

Dienstag, 27. Oktober 2009

DerTheodor_Storm_1886 Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja Vergolden!

Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz,
Stoß an und laß es klingen!
Wir wissen’s doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

[Theodor Storm- Kurzfassung]

“Wein”- Rezept für ein gutes neues Lebensjahr

Dienstag, 17. März 2009

stillleben mit weinglas2

Tag für Tag
ein Gläschen Wein
und zwölf  Stunden fröhlich sein,
ab und zu der Ruhe pflegen,
dies gibt Kraft für neues Streben.

Die Seele des Weins

Sonntag, 19. Oktober 2008

Des Weines Seele hört’ ich also singen:
»Aus meines Kerkers Glas und Siegel soll
Dir, Mensch, Enterbter, heut ein Lied erklingen,
Ein Lied von Licht und Bruderliebe voll.

Ich weiss, wieviel du brauchst an Schweiss und Mühe,
Der Hügel braucht an Glut und Sonnenschein,
Damit ich lebe, meine Seele glühe,
Und undankbar und schlecht will ich nicht sein.

Kein grösser Glück wird mir, als wenn ich labe
Des arbeitsamen Müden Herz und Schlund,
Die warme Brust wird mir zum holden Grabe,
Weit sanfter als des kalten Kellers Grund.

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Wein und Heiraten…

Dienstag, 26. Februar 2008

Abraham a Sancta Clara

Willst du heirathen, so besinn dich fein
Sonst bekömmst du Essig statt des Wein!

… oder

Der Wein ist die Erquickung des Herzens,
wenn er aber ohnmässig getrunken wird, ist er der Tod der Seele.

[Abraham a Sancta Clara]

Das wohl längste Weingedicht…

Sonntag, 03. Februar 2008

Gustav Theodor Fechner…schrieb Gustav Theodor Fechner. Er gab ihm den verheissungsvollen Namen “Der Wein”.
Wer es ganz lesen möchte, kann es auf dieser Seite tun. Wer nicht, begnügt sich mit meinem Auszug daraus:

Wer trinken will den Wein,
Der sitze nicht allein,
Der Wein hat keine Kräfte
Bei einsamem Geschäfte.

Der Teich, das Meer sich freut
Ob seiner Einsamkeit:
Nicht lernte diese Tugend
Der Wein in seiner Jugend.

Es ragen im Verband
Die Berge in das Land
Und drauf die grünen Reben
Führen ein gesellig Leben.

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6 x Wein

Samstag, 19. Januar 2008

Zum Wochenende passend: sechs “philosophische” Betrachtungen zum Thema “Wein”…

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“Edler Wein ist flüssige Poesie!”

Dienstag, 08. Januar 2008

Mit diesen Worten brachte der Winzer und Weinpoet Hermann Able seine Zuneigung zu Wein und Poesie beim Genuss eines besonders “guten Tropfens” zum Ausdruck.
Ein Bild davon kann man sich auf seiner Internetpräsenz machen.

Das letzte Jahr gar schnell entwich…

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Herbst im Spreewald

…im Angesicht der Weinwahrheit.

Hartnäckig weiter fließt die Zeit,
die Zukunft wird Vergangenheit.
Aus einem großen Reservoir
ins andre rieselt Jahr um Jahr.

[Wilhelm Busch]

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Ich hatte vor Kurzem einen schönen Spruch auf meinem Glückskeks vom Chinesen…ich solle jedem unverblümt meine Meinung sagen. Es war wohl ein Dauerkeks, denn meine Meinung sage ich schon immer unverblümt. Aber wie komme ich jetzt darauf, ach ja… Wein und Wahrheit haben uns jetzt schon ein Jahr begleitet. Auch hier kann ich unverblümt meine Meinung sagen, deswegen danke ich allen, die vorbeigeschaut haben und sich unsere geistigen Ergüsse zu Gemüte führten. Wir hoffen und wir wünschen uns, dass Sie genauso viel Freude hatten wie wir.

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