Archiv für die Kategorie 'Wein getestet'

Der Wein- Marathon(2) – Enate 2004

Samstag, 14. Juli 2007

Enate 2004Als zweiter Wein folgte ein uns alter Bekannter (ich muss gestehen, die Reihenfolge war etwas subjektiv eingefärbt durch unsere vorhergehenden Erfahrungen) – der Enate 2004. Der erste Eindruck war – “Ist der dünn!”. Aber dennoch gelobt als guten Dauerwein, fruchtig, Kirsche (früher waren es doch Johannisbeeren?), etwas nebenläufig und indifferent. Wie schon die alten Römer zu sagen pflegten: “Trink niemals (R)Enate zwischen zwei anderen!” Oder waren es die alten Germanen? Unser gemeinsames Urteil lautete 6 Punkte! Alles ist relativ!

[Fortsetzung folgt]

Der Wein- Marathon (1)- Hécula 2003

Dienstag, 03. Juli 2007

Wir hatten Besuch – sehr netten Besuch sogar! Und was macht man mit Besuch? Man gibt ihm zu Essen und zu Trinken. Falls es Besuch ist, den man schnell wieder loskriegen möchte, gibt man ihm Weine aus diversen Discountern, die am nächsten Morgen eventuell zu “Haarspitzen- Migräne” führen können. Aber wenn es netter Besuch ist, testet man leckere Weine mit ihm. Soweit zur Vorgeschichte!

Dieser Besuch weiß, wie schlechter Rotwein schmeckt – denn er lebt zugereist derzeit kurzzeitig (bis das der Artikel veröffentlicht wird) in Baden-Württemberg, dort wo sie alles können außer hochdeutsch (doch das weiß man schon) und man, seiner Meinung nach, schlechten Rotwein herstellt. Jeder hat halt seinen eigenen Geschmack! Doch für uns war es eine Herausforderung, seine Geschmacksnerven zu kitzeln…

Die erste Flasche war ein 2003 Hécula aus Yecla (Monastrell- Traube, 14 % Alkohol, Preis ca. 8,90 €).

Beerig, fruchtig, völlig rund, süffig…ein Dauerwein. Man sollte immer ein Fläschchen davon im Hause haben – für alle Fälle! Er bekommt nach unseren Bewertungsmaßstäben 6 Punkte. Ein Anfang war gemacht…

[Fortsetzung folgt...]

Wein zum Candle-Light

Freitag, 15. Juni 2007

Kein Aprilscherz, ein Dinner bei Candle-Light im April. Sowas muss man sich ab und zu gönnen, genau wie eine gute Massage – vielleicht eine “Massage des Gaumens”…

Amuse gueule” am Anfang – zu gut deutsch “Maulfreude” oder “freut das Maul” – heute wohl eher “Gruß aus der Küche”. Es war ein Hauch von einer Garnele. Sehr lecker! Es folgte ein Carpaccio von glücklichen Freilandrindern (wovon ich persönlich nicht ganz überzeugt bin) mit marinierten Salatspitzen und handgeschöpftem Ziegenkäse (es war tatsächlich eine Ziege, es schmeckte in keinster Weise nach Ziegenbock) – ein bisschen mehr hätte es schon sein können.

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Erste Fremdbewertung Apfelwein Nr.1

Donnerstag, 14. Juni 2007

Gespannt erwarteten wir die erste Bewertung unseres Apfelweines Nr. 1, den goldgelben süffigen Durstlöscher, durch eine unabhängige Person mit feinem Gaumen – sehr fruchtig, mild, angenehm herb im Abgang, nach unseren Kategorien bekommt der Wein von ihm 7 Punkte! Es erfüllt uns mit Stolz. Wie wunderbar muss dieses Gefühl für Winzer sein!?

Saale-Unstrut, Bacchus-Traube 2003

Donnerstag, 07. Juni 2007

Saale-Unstrut 2003 Bacchus-TraubeWer kennt sie nicht, die Mitbringsel-Weine, die in die Jahre kommen und in dem untersten Regal langsam mit Staub bedeckt werden? Trinken möchte man sie nicht so gerne, aber irgendwann fallen sie einem wieder in die Hände, wenn z.B. leckerer Nachschub einfach hingelegt werden möchte. So war nun dieser Wein aus dem Gebiet Saale-Unstrut an der Reihe. Die Winzervereinigung Freyburg-Unstrut mit über 550 engagierten Winzern, so das Etikett, hat sich zusammengeschlossen, um unter anderem diesen lieblichen Wein aus der Bacchus Traube herzustellen. Wie auf der Website vermerkt, stellt der Wein eher einen “Einstieg für jüngere Leute” in die Welt der Saale-Unstrut Weine dar. Nun frage ich mich natürlich, wer mit “jüngere Leute” gemeint ist? Leute und Menschen, die eher Alko-Pops trinken und aus Versehen mal zur Weinflasche gegriffen haben? Für uns Spanien-Liebhaber war der Wein eine Zumutung, ein Schmerz für den Gaumen, sehr süß, aufdringliches Fruchtaroma nach Pfirsich und Mango, auch ein wenig Muskat war dabei. Das ganze eignet sich vorzüglich als Grundlage für Bowle. Wir geben 0 Punkte.

Hola Espana

Montag, 04. Juni 2007


Wein-Oertel in CoburgWein-Oertel in Coburg (Innenansicht)Ich hatte zugeschlagen: die VHS bot eine Weinprobe in meinem Lieblings-Weinladen “Wein-Oertel” in Coburg an. Und das auch noch mit spanischen Weinen! So packte ich am 10. Mai meine Freundin ein und gespannt zogen wir zum Weinladen. Ein illusteres Trüppchen erwartete uns: eine Damenriege, Pärchen, auch “Einzeltrinker” und ganz wichtig: der Einladende – Inhaber Florian Oertel.
Und schon ging es los. Den Anfang machten zwei Weißweine:

  • 2006 Segura Vindas blanco aus Penedes
    ein Cuvee, absolut spritzig, fruchtig, fast wie ein Frankenwein, super zu Spargel *hhhmmm*, Preis ca. 4,50 €, sehr süffig!
  • 2005 Marques de Riscal blanco aus Rueda
    auch ein Cuvee, goldgelb, fruchtig, mir fast zu schwer für einen Weißwein, keine Ahnung, was ich dazu essen würde, vielleicht ein Dessert, Muskatnoten, 13 % Alkohol – hola, Preis ca. 6,90 €, nicht ganz meine Welle…

Pause. Verdammt, ich hatte vorher nichts gegessen… das wirkt. Aber der Chef hat ein Einsehens und führt uns durch seinen fantastischen kühlen Weinkeller. “Beim Verlassen werden alle Taschen überprüft!” Für was hat man denn zwei Hosenbeine? Nur Laufen müsste man dann noch können… ;-)

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Ende gut, alles gut

Mittwoch, 30. Mai 2007

Le Chátaigner - Domaine de la Citadelle 2005Nach einem erneuten Versuch, italienische Weine zu erobern – dieses Mal mit Hauswein aus Venetien beim Italiener (so gut das Essen schmeckte, proportional umgekehrt waren die Weine schlecht) – blieben zwei grundlegende Erkenntnisse:

1. Pinot Grigio ist noch schlechter als unser selbstgekelterter Apfelwein Nr. 2 (Beitrag folgt).
2. Wieso können italienische Restaurants mit ausgezeichneter Küche nicht annähernd ebenso gute Weine anbieten?

Wieder zu Hause angekommen, verlangte der Abend nach einer Wiedergutmachung, nach einem guten Ausklang. Ein Franzose sollte ihn bieten – “Le Chátaigner – Domaine de la Citadelle 2005“, ein Cuvée bestehend aus Syrah 50%, Grenache 30%, Cinsault 10% und Carignan 10%.
Blumiges fruchtiges Bukett, dunkle Beeren, vielleicht etwas in Richtung Walderdbeeren, schokoladig, gehaltvolle Tannine. Ist da etwa auch Kokos mit im Spiel?

Eine Gaumenfreude nach soviel Zungenschmerz! Wie eine Sommerbrise dieser frische Franzose! Aus unserer Laune heraus geben wir ihm 7 Punkte! Für einen vernünftigen Preis im Weinhandel gibt es ein gutes Stöffchen!

Vive la France!

Wengerter Häge Regent 2005

Montag, 28. Mai 2007

Wengerter Häge Regent 2005Nach dem ersten Auftakt in Stuttgart mit kaliforischen Wein :-) probierten wir als zweites den Rotwein Wengerter Häge Regent 2005 aus der Württembergischen-Region. Der erste Eindruck war nicht besonders beeindruckend, er kam uns sehr dünn vor, etwas zu lieblich und mit sehr wenig Säure. Mir mißfiel der sehr typische Regent Geruch (ich bin kein wirklicher Fan von Regent Weinen), aber man kann sich daran gewöhnen. Einigten sich die Fischköppe auf 4 Punkte? So um den Dreh.

blue creek 2004 California Zinfandel

Freitag, 25. Mai 2007

blue creek 2004 California ZinfandelDer erste getestete Wein von der Stuttgarter Weinreise. Zinfandel, (engl. gesprochen „sinwandäähl“) aus Californien. Trocken, fruchtig mit Kokos, Rose und Ananas. Extem gut. Wir, die Fischköppe, geben leckere 6 Punkte.

Muschelschubser im Weinrausch

Dienstag, 15. Mai 2007

Korkenzieher WeinladenKorkenzieher WeinladenEinen Freund in Stuttgart zu besuchen, ist ein Spaß für sich, aber dazu noch ein wenig mit der hiesigen württembergischen Weinregion bekannt zu werden, eine zusätzliche Freude. Zwei „Schollenplattfahrer“ oder auch „Muschelschubser“ im Weinrausch! Dabei haben wir uns auf der Suche nach gutem Wein den “Korkenzieher” herausgesucht, einen renommierten und fachkundigen Weinladen in Stuttgart-Weilimdorf, dessen Inhaber Klaus Vogt uns unsere Vorauswahl an Weinen bestens erklären konnte. Unter der Auswahl befinden sich der Lokalfavorit Wengerter Häge 2005 (Regent), Les Coustades 2001 (VdP) aus Frankreich, Oristan Lozano 2003 als Crianza und mein absolutes Highlight, ein Saint-Émillion Grand Cru aus dem Jahre 2001 vom Château du Paradis. Als ob diese Auswahl nicht schon ein Garant für ein perfektes Wochenende wäre, überzeugte uns Klaus Vogt, noch in Begeisterung von der am Vorabend stattgefundenen Weinprobe des italienischen Weingutes Albani, von einer Flasche Albani 2003 Costa Del Marone. Zudem lieferte uns der Inhalber des Korkenziehers wertvolle Hintergrundinformationen zu den Weinen und gab Tipps, wie Weine ihr volles Bukett entfalten können. Auf zum Testen!