Archiv für die Kategorie 'Wein getestet'

Am Tetra Pak Wein sterben?

Mittwoch, 03. September 2008
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Klasse inzeniert! Wundervoll vertont! Ein Kleinod der Filmkunst!

Dabei muß man nicht zwangsläufig am Tetra Pak sterben. Wir haben den wiederholten Feldversuch auf Zypern in diesem Jahr mit dem abgebildeten Keo Wein bestens überlebt. Uns hat er durchaus gemundet. Na ja, es kommt ja immer noch das Urlaubsfeeling hinzu. Leider gab es nämlich noch sehr viel schlechtere Weine, sogar von Winzern direkt erstandene. Selbst ein vom Kloster Chryssorogiatissa, kurz “Kloster unaussprechbar” kredenzter Riesling, den ich als einzigen Wein mit in dem Flieger nach Berlin überführen konnte, war eine große Enttäuschung. Der Keo im Tetra Pak aber nicht!

Vale de Rosas, Portugal

Dienstag, 02. September 2008

Zum Abendausklang öffnete ich zusammen mit meiner Frau ein Fläschchen portugiesischen Rotwein, der aus der Region Estremadura (Gebiet an der Atlantikküste südlich des Douro, der Name bedeutet historisch gesehen “ein von den Mauren befreites Gebiet”) kommt.
Der dunkelrot schillernde johannisbeerfruchtig duftende Rotwein aus dem Jahr 2004 entfaltete einen milden, leicht holzigen Geschmack mit einer dezenten Süße und einer starken Säure.

Weinbauer José Neiva verwendete für diesen Wein die Rebsorten Caladoc und Tempranillo (unter dem Namen Tinta de Roriz am Douro in Nordportugal bekannt).
Wir einigten uns in der Bewertung auf 5 Punkte.

Vina Nardos , Rioja Tinto 2007

Freitag, 29. August 2008

Dieser Wein hat mich im GLOBUS-Markt angesprochen.  Obwohl ein eher junger Wein, überzeugte dieser mehr als der Los Molinos, Reserva 2003.

Mal ehrlich, geht es Euch nicht auch so, dass man sich beim Kauf eines Weines auch von der Aufmachung des Etiketts verleiten lässt?  Je ansprechender, desto leichter fällt die Entscheidung.
Allerdings lese ich mir auch immer alle Angaben darauf genau durch und lege dabei besonderen Wert darauf, dass der Wein original beim Weinbauern abgefüllt worden ist.
Diesen windigen Weingroßhändlern traue ich nicht, daran haben schlechte Erfahrungen mit so manchem gepantschten Wein Schuld, den ich von solchen skrupellosen Geschäftemachern gekauft habe und die ungenießbar waren.Diesmal fiel die Auswahl auf diesen Wein:

Viña Nardos, RIOJA, 2007

hergestellt und abgefüllt durch: Hostaler I, Arnedo-Espania

Rebsorte: Tempranillo, Garnacha

Anbaugebiet: D.O.C. Rioja

Lagerung: nicht bekannt

Wie ihr sicher bereits bemerkt habt, bin ich gerade mal so ein bisschen auf die spanischen Weine orientiert, aus persönlichem Grund, denn meinem letzten Urlaub verbrachte ich in Spanien.

Mein Eindruck von diesem Wein: trocken und süffig, mit weichem leicht erdigen Abgang.

Ein einfacher Wein ohne Schnörkel für keinen besonderen Anlass.

Meine Bewertung: Kategorie 6

Los Molinos, Reserva 2003

Freitag, 29. August 2008

Als neuer Blogger möchte ich nun meinen ersten Beitrag veröffentlichen.

Ich möchte bemerken, dass ich nur hin- und wieder hier dabei sein kann, denn ich habe noch viele andere Hobbies, die auch viel Zeit in Anspruch nehmen, so z.B. die Fotografie.

Dafür hat sicher jeder Verständnis…

Wie schon so oft, nahm ich bei unserem Einkauf in der METRO die Gelegenheit wahr, ein paar Fläschchen Wein mitzunehmen.

Diesmal fiel die Auswahl auch auf diesen Wein:

Los Molinos, Reserva 2003

hergestellt und abgefüllt durch: Felix Solis

Rebsorte: Tempranillo

Anbaugebiet: Valdepeñas

Lagerung: im Eichenfass

Aroma(laut Beschreibung): tief und frisch mit lieblicher Spur Vanille, würzig und fruchtig)

Mein Eindruck: keine Spur von Vanille, der Wein machte eher eine sehr jungen Eindruck, da mein Gaumen einen starken Tanningehalt registrierte, mit einem leicht beißenden Essignachgang.

Die starke Säure und ein Aroma von Johannisbeeren lässt eher vermuten, dass hier kräftig gepantscht, zumindest aber gestreckt worden ist.

Bei einem Preis von 3,95 Euro wäre dies durchaus denkbar.

Mein Urteil: Bewertungskategorie 2, gerade mal zum Kochen geeignet

Castillo de Vagos 1999 Gran Reserva

Freitag, 20. Juni 2008

“Ein Gran Reserva aus dem Jahre 1999 und zu diesem Preis?” – war der erste Gedanke, der mir beim Kauf dieser Flasche durch den Kopf schoß. Ob das was ist und ob man sich damit nicht eher den schönen Samstagabend verdirbt? Die Aussage vom Weinverkäufer war auch nicht gerade ermunternd – Preis-/ Leistungsverhältnis würden bei ihm schon stimmen – übersetzte ich seine Worte für mich.
Im Glas zeigte er eine dunkelrote, fast bräunliche Farbe. Das Bukett erinnerte mich beim ersten Zug an Kaffeesatz, später dann auch an dunkle Beeren und Backpflaumen. Holz war ganz klar auch dabei.
Der Mittelschmeck zeigte sich uns in einer geradezu quitschenden Säure. Und der Abgang war wie eine 23-sec-Nummer: rein und weg. Ein Versprechen ohne Erfüllung auf breiter Linie. Wir geben ihm für diese Kaninchen- Nummer 2 Punkte. Und zum guten Schluß ist mir von dem “Staatsstück” auch noch das Foto abhanden gekommen, so sollte es wohl kommen!

Excellence 2006 Traminer trocken

Samstag, 16. Februar 2008

Weingut Bad SulzaEin Mitbringsel, einmal durch die ganze Republik gewandert und wieder zurück in Thüringen gelandet! Der muß gut sein!
Ein Weißer vom Thüringer Weingut Bad Sulza, ein Traminer, welcher wohl zu den schönsten und ausdruckvollsten Weinen Europas zählen. Ein Bukett von Akazienhonig und Rosen ziert den Saale-Unstrut-Traminer.

Wenn man schon lange keinen Weißwein mehr zu sich genommen hat, fällt einem schwer zu entscheiden, soll man dekantieren oder nicht und muß der atmen? ;-) … aber ganz abgestorben waren die Weißwein-Hirnzellen noch nicht!

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Einfach ein Spitzenwein!

Freitag, 02. November 2007
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Fabelhaft 2005 Douro Portugal

Mittwoch, 12. September 2007

Fabelhaft 2005 DouroIm ersten Moment ist es schon etwas befremdlich auf einer portugiesischen Rotweinflasche Wilhem Buschs Geschichte vom Unglücksraben Hans Huckebein zu entdecken. Sind das die ersten Anfänge von “Trinke dies Fläschen nicht, denn es könnte Dir zu Schaden gereichen!” wie auf jeder Zigarettenpackung zu lesen? Aber wo “Fabelhaft” drauf steht war auch tatsächlich etwas Fabelhaftes drin. Schöne Fruchtigkeit, angenehme Säure, kein langer Abgang, aber überaus süffig und rund. Wir geben leckere huckebeinsche 7 Punkte.

Der Wein- Marathon(Finale)-Lemberger Spätlese 2003

Donnerstag, 23. August 2007

Dieser Artikel wird wohl anmaßend, wie der Wein selbst, – ich finde die leere Flasche nicht mehr. Ich kann so nur spekulieren aus meinen Notizen. In meinem Kopf ist er leider auch nicht haften geblieben – welch einen Eindruck muss er hinterlassen haben!

Ein typischer Württemberger für unseren Gast aus Stuttgart! Was soll das sein? Dünn, glasklar wie rote Zuckerbrühe. Was prickelt da auf der Zunge? Und ist das etwa der Ansatz einer Schaumkrone im Glas? Gummibärchenduft (und das ist geschmeichelt) – in Baden heisst das eher BASF! Extrem synthetisch. Was will uns dieser Wein sagen? Versucht er etwas zu sein und schafft es einfach nicht. Was heisst eigentlich “Schaumbad mit Blubberbläschen” auf schwäbisch? Für uns schafft er es leider nicht über die Kategorie “Plörre” hinaus oder gewöhnt man sich etwa daran? Aber wir geben 1 Punkt, denn wir sind der Meinung, sie haben sich Mühe gegeben! Unsere fast 8.-€ hätten wir aber besser in einen anderen Wein investiert! Probieren geht über Studieren…

Der Wein- Marathon(3) – Pinotage 2002

Montag, 30. Juli 2007

Pinotage 2002Es sollte der Höhepunkt des Abends werden – ein auch uns noch völlig unbekannter Wein, hochgelobt. “The Cream of Cape’s Pinotage” – einer der TopTen dieses Jahrganges. Ein Südafrikaner, der soviel versprach. “Laßt uns anstoßen zu diesem köstlichen Wein!” Ich war noch so zuversichtlich, da entdeckte ich Anzeichen einer kleinen aber feinen Hamsterakne! Was ist das nur? Lichtprobe bestanden. Plötzlich – Schwarzwälder Schinken. Oder waren das die Klamotten eines Schormsteinfegers? Kein Spass, wir hatten auch schon “Winzerfüße” dabei! Mittlerweile schon zu früher Stunde kam die Bemerkung aus der Flanke – Fleischerwein: NichtTodNochSeinWollen. Nur unser Besuch war eisenbereift – “Ich find den toll!” Das wollten wir ja nur erreichen! Es gab noch nie so eine Spanne zwischen 2 und 6 Punkten. Man muss immerhin ca. 15.- € im Weinladen für ihn berappen!