

Gleich zwei wundervolle Erfahrungen überraschten uns bei unserer derzeitigen Apfelweinproduktion. Der zweite Apfelwein, unser “Spätzünder”, hatte nach zwei Monaten ausgeblubbert und verlangte nach dem ersten Umstich. Und auch der etwas zu hefige und saure “Erstapfelwein” benötigte den zweiten Klärungs-Umstich. Verkostet werden wollten natürlich beide auch.
Aus dem trüben Erstlingswerk ist inzwischen ein wunderbar geklärter sommerspritziger Wein geworden – herb, trocken, wenig Alkohol, aber mit einem frischen und intensiven Apfel-Bukett. Der Spätzünder hingegen überzeugt bereits in diesem Stadium mit einem fortgeschrittenen und perligen, aber noch leicht hefigen Geschmack mit etwas weniger Bukett. Aber der Spätzünder entlockte mir (und nicht nur mir) ein aus dem Herzen kommendes “Wow!”. Es ist ein richtig guter Apfelwein geworden, so wie ich ihn mir vorstelle – mit Restsüße, aber nicht zu süß, leicht sauer, fruchtig und auch mit den nötigen Prozenten, um ihn z.B. vom Cidre zu unterscheiden.
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