2005 Cabernet Sauvignon “S”
Es ist wundervoll, mit lieben Menschen zusammen zu sein und ein Gläschen Rotwein zu trinken. Am schönsten ist es, dies mit dem liebsten Menschen zu tun, den man hat. So floß am Wochenende der gute Tropfen des Weingutes Seck (Hof Rebenglut) durch unsere Kehlen, um seiner erneuten Bewertung entgegen zu sehen. 2005 Cabernet Sauvignon “S” – S für spezial, für süffig, für sensationell, für den Anfangsbuchstaben der Familie “Seck”? Ein hohe Bewertung laut unserer Skala war vorgeben (siehe Beitrag von der Grünen Woche).
Das Etikett erinnerte mich spontan an zwei Dinge: erstens an eine alte Rittertafel und das leckere Zeug, was es da wohl immer zu trinken gab und zweitens weitläufig an Medizin. Was wird mich wohl erwarten? Das Bukett überraschte mit einem kräftigen Heidelbeerkonfitür-Aroma. Vielleicht schon ein bisschen zu aufdringlich. Auf der Zunge gab sich der Wein sehr wohlschmeckend und rund. Weiche Tannine und Holz ergänzten sich wunderbar. Der Abgang enttäuschte mich ein wenig, aber das ist bei einem so jungen Wein mit viel Potential zu entschuldigen. Er führte sehr viel Sediment mit sich, welches man sogar auf der Zunge verspürte. Ich fühlte mich stark an den bereits verkosteten chilenischen Wein erinnert, welcher sich schon mit einer “beginnenden Hamsterakne” herumschlagen musste. Insgesamt fehlte mir ein wenig die Vielfalt an Aromen. Der Wein ist mir zu “geradlinig” in seiner Struktur. So konnte er leider auf meiner persönlichen Skala nur 6+ erreichen, aber immerhin!
Vielleicht hatte ja bei meinem lieben Co-Schmecker die “Grüne-Woche-Euphorie” zugeschlagen oder die anderen Weine waren wirklich so schlecht…?
