120 Carménère 2003, Santa Rita, Chile
Der Wein hüpft auf der Zunge. Schwarze dunkle Kirschen und weißer Pfeffer am Anfang. Mittendrin schmeckt er wie eine Autowerkstatt: Bitte einmal Ölwechsel, ich bleibe auch hier in den Abgasen stehen. Viel Sediment. Dunkelrote Farbe wie Tinte. Vollmundig und weich. Der Weinstein sieht aus wie eine beginnende Akne bei einem Hamster. Aber wenn man immer brav Wein nachschüttet, sieht man’s im Glas ja nicht. Die seltene Traubenart Carménère, ursprünglich aus dem Bordeaux, hat dieser Verkostung einen interessanten Aspekt verliehen. Mit 14% Alkohol sehr gehaltvoll. Für knapp 7 Euro ein fairer Preis. Alles in allem durchschnittlich: 4,5 Punkte von 10.

August 17th, 2007 13:27
Ich hoffe, deinem Hamster geht es langsam besser …
Diese Kritik hat natürlich wegen ihrer Originalität 10 von 10 Punkten verdient. Aber: einen solchen Wein muss man dekantieren. Die Sedimente bleiben in der Flasche, und der Geschmack bildet sich hervorragend heraus:
7 von 10